SEMINAR FÜR
FREIHEITLICHE
ORDNUNG e.V.

Schriftenreihe "Fragen der Freiheit"
für Ordnungsfragen der Kultur, des Staates und der Wirtschaft

"Landwirtschaft zwischen
Ökonomie und Ökologie"
Tagung
vom 28. - 29. November 1998
 im Seminargebäude

Die Landwirtschaft ist heute im wesentlichen in drei Problemkreise verstrickt: 
 
  • In ihrem ureigenen Gebiet der Landbebauung und Tierhaltung hat sie sich durch chemische Düngung und Pflanzenschutz, Monokultur und Massentierhaltung zu einem vielfältigen ökologischen Problemkomplex entwickelt. 
  • Die Reglementierung von Produktion und Absatz durch staatliche und heute überwiegend suprastaatliche Stellen (EG) hat den Betrieben in vieler Hinsicht eine falsche Orientierung gegeben (Seen und Berge von Milch, Butter usw.), einen großen Teil der Landwirte ökonomisch fast mehr von staatlichen Zuwendungen als von Erlösen für ihre Produkte abhängig gemacht und zugleich einseitig die hochspezialisierten und -mechanisierten Großbetriebe begünstigt. 
  • Jahr für Jahr sehen sich tausende von Landwirten zur Aufgabe gezwungen, wodurch sich nicht nur der landwirtschaftliche Betrieb als Lebensform, sondern auch die von ihm gehaltene und gepflegte Pflanzen- und Tierwelt für immer mehr Menschen der Wahrnehmung entzieht. Kinder und Jugendliche wachsen so meist ohne Verbindung zu dieser Erlebniswelt auf.
Kein Zweifel: die Landwirtschaft steckt selbst schon lange in einer tiefen Krise und zieht dadurch die Gesellschaft als Ganze in Mitleidenschaft. Wo liegen die Ursachen für die Probleme? Eine grundlegende Neuorientierung wird für diesen Bereich der Gesellschaft unvermeidlich sein.   
 

 
Samstag, den 28. November 1998 

09.30 Öffnung des Tagungsbüros  

10.00 Begrüßung, Einführung in das Tagungsthema  

10.15 Der Grüne Arbeitsmarkt - Die Landwirtschaft als Arbeitsplatz zurückgewinnen  

Wilhelm Bode 
St. Ingbert 
Waldsprecher im Naturschutzbund Deutschland e.V. 
11.00 Pause 

11.30 Diskussion des Vortrages   

12.30 Mittagessen in benachbarten Gasthäusern  

14.30 Kaffee im Tagungsraum  

15.00 Selbsthilfestrukturen für ökologische Landwirtschaftsbetriebe - Ein Projektbericht - 

Lothar Keye
Bochum
Rechtsanwalt und Notar 
15.45 Diskussion des Vertrags 

16.15 Pause   

16.45 Ziele und Wege zu einer marktwirtschaftlich orientierten und doch umweltgerechten Landwirtschaftspolitik - 

Dr. Günter Brack
Rauenthal
Ministerialdirigent a.D. 
im Rheinland-pfälzischen Ministerium für Landwirtschaft und Forsten 
17.30 Diskussion des Vortrages

18.00 Abendessen in benachbarten Gasthäusern 

19.30 Über die Freiburger Schule - Ihre Bedeutung für die Wirtschaftspolitik - 

Prof. Dr. Hans Otto Lenel
Bingen
Universität Mainz 
Sonntag, den 29. November 1998

09.00 Gedanken zur Einbettung der Land- und Forstwirtschaft in die Wirtschaftsordnung - 

Eckhard Behrens
Heidelberg 
09.45  Diskussion des Vortrags

10.15 Pause  

10.45 Ergebnisse der Tagung - Podiumsdiskussion unter den Referenten und allgemeine Aussprache  

12.00 Tagungsende 
  

Tagungsleitung:  

Fritz Andres, Kirn
Jobst von Heynitz, München
 

Empfohlene Literatur Preis
"FRAGEN DER FREIHEIT", 
         Heft 171 
         "Neue Ökologie" mit Beiträgen zur Bedrohung des Bodens und
         der Bedeutung des ökologischen Landbaus
DM  8,50
"FRAGEN DER FREIHEIT"
        Heft 197
          "Landwirtschaft - weiter gegen ökonomische und ökologische 
          Vernunft?"
DM   8,50
"FRAGEN DER FREIHEIT"
        Heft 222
         "Wege aus der ökoligischen Krise"
DM 10,00
"FRAGEN DER FREIHEIT"
         Heft 232/33
         "Ökologische Steuerreform", u.a. mit "Der Grüne Arbeitsmarkt - die
         Landschaft als Arbeitsplatz zurückgewinnen"
DM 15,00
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letzte Änderung am 05.06.2000