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Schriftenreihe "Fragen
der Freiheit"
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9. - 10. Dezember 2000 im Seminargebäude Badstrasse 25 73087 Bad Boll
Nach Auffassung der meisten Klimaexperten ist eine drastische Reduktion der weltweiten CO2-Emissionen unbedingt erforderlich, wenn eine Klimakatastrophe verhindert werden soll. Seit der Rio-Konferenz von 1992 wurde in mehreren Anläufen versucht, nicht nur Begrenzungsziele für CO2-Emissionen festzulegen, sondern auch Kriterien und Verfahren für die Verteilung der zu begrenzenden Mengen zu entwickeln. Begrenzung und Verteilung stehen aber zueinander in einem politisch brisanten Spannungs- verhältnis: je enger der Rahmen gezogen wird, desto größer das Bestreben der Beteiligten, die Reduktionslast auf andere abzuwälzen, damit der eigene Lebensstandard und die eigenen Lebensgewohnheiten so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Nur wenn es gelingt, weltweit akzeptierte Verteilungskriterien zu finden, haben daher die Bemühungen um die notwendige Begrenzung der CO2-Emissionen eine echte Chance. Auch die Verteilungsfrage selbst ist von einem spannungsreichen Konflikt durchzogen: eine Verteilung von Emissionsrechten nach Meistgeboten führt zwar zu einer effizienten und damit auch durchaus ökologisch erwünschten, sparsamen Nutzung der Atmosphäre. Sie bedeutet aber auch, daß die Industrieländer dank ihrer größeren Zahlungsfähigkeit den Rest der Welt vom Zugang zu Emissionsrechten und damit von einer Entwicklung hin zu mehr Wohlstand weitgehend abschneiden würden. Die Verteilung nach der Effizienz steht also im Widerspruch zu einer Verteilung, die solidarische und menschenrechtliche Aspekte berücksichtigt. Damit ist ein konfliktreiches Problemfeld entstanden, in dem die dringend notwendigen Begrenzungsregelungen nicht beschlossen und durchgesetzt werden, weil die Verteilungsprobleme ungelöst sind, und die Verteilungsprobleme ungelöst bleiben, weil die Kriterien der Verteilung - effiziente Nutzung und soziale Teilhabe - in einem scheinbar unauflöslichen Widerspruch zueinander stehen. Die
Klimapolitik befindet sich offensichtlich in einer Sackgasse. Die Tagung
knüpft am heutigen Stand der politischen und wissenschaftlichen Auseinandersetzung
an. Zugleich sollen Lösungsansätze aus einem anderen Bereich,
nämlich dem der Begrenzung und Verteilung der Bodennutzung, wie sie
im Seminar für freiheitliche Ordnung im Anschluß auf die frühere
Bodenreformbewegung entwickelt worden sind, auf ihre Übertragbarkeit
auf die Atmosphäre als knappe Ressource überprüft werden!
Samstag,
den 9. Dezember 2000
09.30 Öffnung des Tagungsbüros 10.00 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema - Fritz Andres, Kirn
der internationalen Klimakonferenzen seit Rio
14.30 Kaffee und Gespräch im Saal 15.00 Die wissenschaftliche Diskussion der umweltpolitischen Instrumente - mengen- und preispolitische Ansätze
16.45 Die Nutzung der Atmosphäre als begrenztem Aufnahmespeicher für CO2-Emissionen - Wege zur Lösung eines Verteilungskonflikts
20.00 Zur Verwendung der ökonomischen Gegenwerte der Umwelt-Nutzungsrechte - historische, soziale, menschenrechtliche Aspekte
09.00 Für einen erweiterten Begriff von Nachhaltigkeit: Der Zusammenhang von ökologischen, ökonomischen und sozialen
10.30 Auf dem Weg zu einem globalen Ressourcenregime 12.00 Tagungsende
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| Empfohlene Literatur | Preis |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT",
Heft 90 Bedrohte Erde - gefährdeter Mensch: Probleme des Umweltschutzes und des Umweltrechts |
DM 5,00 |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT"
|
DM 7,50 |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT"
Heft 222 Wege aus der ökologischen Krise |
DM 10,00 |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT"
iHeft 232/33 Ökologische Steuerreform - Begründung Einwände, Aussichten (Doppelheft) |
DM 15,00 |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT",
Heft 254 Zur Aktualität der Bodenreform |
DM 10,00 |
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