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Schriftenreihe "Fragen
der Freiheit"
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24.-25. November 2001 im Seminargebäude Badstrasse 25 73087 Bad Boll
Ohne Wasser gibt es kein Leben! Wir Menschen verwenden es in vielfältiger Weise: zum Trinken, in der Landwirtschaft, zur Reinigung, Kühlung und Energiegewinnung, für Fortbewegung und Transport, als Element unserer Freizeitvergnügen und als Aufnahmemedium für Schmutzfrachten - alles Nutzungen, auf die wir in unterschied- lichem Maße angewiesen sind und die z.T. miteinander konkurrieren oder sich sogar ausschließen. Wasser, vor allem Trinkwasser, ist in vielen Teilen der Erde zu einem knappen Gut geworden. Diese Knappheit ergibt sich nicht nur aus einer Vermehrung der Bevölkerung, sondern auch aus einem klimatisch bedingten Ausbleiben von Regen, aus dem Versiegen von Quellen und Brunnen als Folge von Bodenerosion und Übernutzung der Ressourcen. Verschwendung auf der einen Seite führt an vielen Stellen zu Austrocknung und Mangel für andere. Einige sitzen an den Quellen, andere am Unterlauf der Flüsse, was einseitige Abhängigkeiten begründet. Manche pumpen das Grundwasser ihres Territoriums ab, trocknen damit zugleich ihre Nachbarn aus und verkaufen ihnen das Wasser dann wieder zu teueren Preisen. Ungeregelte Verteilungskonflikte lassen eine im Konsens festzulegende Begrenzung der Entnahme nicht zustandekommen. Die Knappheit des Wassers führt weltweit zu vielfältigen Konflikten, die je nach Macht- und Interessenlage friedlich oder gewaltsam entschieden werden. Friedensforscher und Ökologen gehen davon aus, daß Konflikte ums Wasser in diesem Jahrhundert zu den häufigsten Kriegsursachen gehören werden. Welche Konfliktmuster gibt es und welche Lösungsvorschläge wurden bisher dafür gefunden? Von
der Befassung mit dem Boden und anderen knappen Umweltgütern her wissen
wir, daß die ökologisch notwendige Begrenzung der Nutzung nur
bei gerechter Verteilung eine demokratische Chance hat. Damit stellen sich
auch beim Wasser bereits vertraute Fragen: wem gehört das Wasser?
Wer darf es zu welchem Zweck und in welchem Umfang nutzen? Wem stehen bei
einer Vergabe entgeltlicher Nutzungsrechte die anfallenden Knappheitsrenten
zu? Mit der Tagung soll der Versuch unternommen werden, vor dem Hintergrund
der an anderen Umweltgütern gewonnenen Einsichten Grundlagen und Funktionsweise
einer weltweiten Wasserordnung zu erarbeiten. !
Samstag,
den 24. November 2001
10.00 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema 10.30 Wasser im Wirbel - Beobachtungen an einem außergewöhnlichen Naturelement Jörg Schauberger, Lauffen/Bad Ischl, Österreich
14.00
Kaffee im Tagungsraum
14.30 Konflikte ums Wasser: Macht- und Interessenlagen in ausgewählten Gebieten der Trinkwasserknappheit
Jobst von Heynitz, Notar, München
17.00 Verteilt das Wasser, nicht die Quellen" - Ordnungspolitische Maßstäbe und Leitlinien für eine gerechte und funktionsfähige, weltweite Wasserordnung
20.00
Gemeinschaftlicher Versuch einer Anwendung der erarbeiteten Leitlinien
(17.00) auf die geschilderten Konflikte (14.30)
Sonntag, den 25. November 2001 09.00 Bodenknappheit, Wasserknappheit und Migration - Eckhard Behrens, Heidelberg 10.00
Kaffeepause
10.30 Wege zu einer friedlichen Bewältigung der Konflikte ums Wasser - Aussprache mit den Referenten und Teilnehmern
Tagungsleitung:
Fritz
Andres, Kirn
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| Empfohlene Literatur | Preis |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT",
Heft 90 Bedrohte Erde - gefährdeter Mensch: Probleme des Umweltschutzes und des Umweltrechts |
DM 5,00 |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT"
|
DM 7,50 |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT"
Heft 222 Wege aus der ökologischen Krise |
DM 10,00 |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT"
iHeft 232/33 Ökologische Steuerreform - Begründung Einwände, Aussichten (Doppelheft) |
DM 15,00 |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT",
Heft 254 Zur Aktualität der Bodenreform |
DM 10,00 |
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