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Schriftenreihe "Fragen der Freiheit"
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KapitalismusTagung 06. - 07. Dezember 2008 73087 Bad Boll,
Badstraße 35
Zwischen Marktwirtschaft und
Kapitalismus
wird in der politischen Diskussion unserer Tage nicht unterschieden.
Man
übersieht die Gegensätze zwischen beiden Elementen, die heute
noch
miteinander verquickt sind:
Die Marktwirtschaft beruht auf persönlicher Freiheit und privatem Eigentum. Sie kontrolliert deren Gebrauch durch eine Wettbewerbsordung, die wirtschaftliche Macht ausschließt und dadurch einen ausbeutungsfreien Leistungsaustausch gewährleistet.
Die Befürworter der Marktwirtschaft rühmen den Markt und übersehen meist, wie sehr das kapitalistische Element längst dessen Ausgleichsfunktion untergragen hat. Die Kritiker unserer Wirtschaftsordnung sehen dagegen am Markt fast nur die vom Kapitalismus herbeigeführten Verfälschungen und verwerfen beide. Diese Fehleinschätzungen sind in der seit Mitte 2007 hartnäckig anhaltenden Finanzkrise täglich zu hören. Die
kapitalistischen Elemente sind in einer marktwirtschaftlichen
Ordnung überwindbar. Zentraler Ansatzpunkt hierfür
wird eine Reform des Geldwesens sein müssen, welche die –
stets in Geld stattfindende – Nachfrage stabilisiert und an den
Kapitalmärkten für eine ausreichend steile
Zinsstrukturkurve sorgt. Nur so können gute Konjunktur,
Arbeit für jeden und eine Korrektur der Machtlage
zwischen Kapital und Arbeit erreicht und längerfristig auch die
Kapitalknappheit und die leistungslosen Einkommen überwunden
sowie die Finanzmärkte zügig stabilisiert werden. Anders
als beim Kapital ist beim Boden und den Naturschätzen die
Knappheit unvermeidlich. Aus ökologischen Gründen muss sie
hier sogar noch verschärft werden. Die auch hier bestehenden
Macht- und Ausbeutungsverhältnisse können daher nicht durch
Überwindung der Knappheit aufgehoben, sondern nur durch
geeignete Reformmaßnahmen neutralisiert werden. Die anläßlich der Finanzkrise wieder aufflackernde, konfuse Debatte zeigt die Notwendigkeit, klare Begriffe in die politische Diskussion einzuführen, den Bruch in unserer Wirtschaftsordnung sichtbar zu machen und die Möglichkeit einer vom Kapitalismus befreiten Marktwirtschaft nachzuweisen. Dies soll unsere Tagung leisten, zu der wir jeden Interessierten herzlich einladen.
09.30 Öffnung des Tagungsbüros 10.00 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema 10.15 Die unvollendete Soziale Marktwirtschaft 11.00 Pause 11.15 Eine Geldreform überwindet
den Kapitalismus
14.30 Kaffee und Gespräch im Saal 15.00 Arbeitsverhältnis und
Unternehmensverfassung in der nachkapitalistischen Gesellschaft
16.15 Pause 16.45 Die Überwindung des
Kapitalismus verschärft die Privilegien aus Naturbesitz - was tun?
20.00 Die
Finanzkrise eine Krise des Kapitalismus und der heutigen Bodenordnung, nicht
der Marktwirschaft.
Sonntag, den 07. Dezember 2008 09.00 Kultur und Staat als begrenzende
Faktoren der Wirtschaftsentwicklung
10.30 Hindernisse und Chancen für eine Befreiung der Marktwirtschaft vom Kapitalismus -
Referenten: |
| Empfohlene Literatur | Preis/€ |
| "FRAGEN DER FREIHEIT",
Heft 206 Überwindung
des Kapitalismus durch Änderungen im Geldwesen
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5,00 |
| "FRAGEN DER FREIHEIT"
Heft 216
Geldstrom und Warenstrom
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5,00 |
| "FRAGEN DER FREIHEIT"
Heft 234 Konjunktur
durch Inflation?
|
5,00 |
| "FRAGEN DER FREIHEIT"
Heft 245 Fortschritt
und Armut - Henry George
|
5,00 |
| "FRAGEN DER FREIHEIT",
Heft 250 Unternehmensverfassung
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5,00 |
| "FRAGEN DER FREIHEIT",
Heft 276 Hang zur
Liquidität, Kreditklemme
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5,00 |
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