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Schriftenreihe "Fragen der Freiheit"
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Die Zukunft
des
Bildungswesensim föderalen
Staat
Tagung 08. - 09. November
2008 73087 Bad Boll,
Badstraße 35
download_Plakat_pdf Wer
heute die Privatisierung vom Staat verwalteter Bereiche fordert,
gerät leicht in folgendes Dilemma: Der Staat verwaltet das
Gebiet nicht sachgerecht, zu schematisch und jedenfalls zu
teuer, eine Privatisierung scheint jedoch zwangsläufig in eine
Kommerzialisierung zu führen, die durchaus nicht immer als
angemessen empfunden wird. Zwischen staatlicher Bürokratie und
privatem Kommerz scheint es keinen Weg zu geben, auf dem Bereiche wie
z.B. das Bildungswesen in fruchtbare Bahnen gelenkt werden können.
In diesem Dilemma zeigt sich ein Mangel unserer Sozialwissenschaften, die zwar seit über 2000 Jahren eine Wissenschaft vom Staat und seit über 200 Jahren eine Wirtschaftswissenschaft, bis heute aber keine Sozialwissenschaft des Bildungswesens und des kulturellen Lebens entwickelt haben. So scheint es als Alternative zur staatlichen Verwaltung immer nur die Unterstellung unter die Marktgesetze mit dem Preis als oberstem Richter zu geben. Aufgabe einer Sozialwissenschaft der Kultur wird es sein, die für diesen Bereich typischen, zum Wirtschaftsleben teils parallel, teils polar erscheinenden Phänomene wie Arbeitsteilung, Tätigkeitsmotive, Angebot und Nachfrage, Wettbewerb, Produktivität usw. zu untersuchen, um einen Ordnungsrahmen zu entwickeln, der die Entfaltung kultureller Kräfte erlaubt und anregt, statt sie in Bürokratie zu ersticken oder durch Kommerzialisierung zu verfremden. Wissenschaft bereitet Politik vor: Das sog. Wirtschaftswunder nach dem 2. Weltkrieg wäre ohne die vorherige wissenschaftliche Erarbeitung der Gesetze der Sozialen Marktwirtschaft möglich geworden. Ebenso so notwendig brauchen wir heute für den Bereich von Bildung und Kultur eine entsprechende Sozialwissenschaft, wollen wir nicht bei wirtschaftlichem Wohlstand weiterhin im Zustand der Bildungsmisere und der kulturellen Verflachung verharren. Die im Jahre 2006 durchgesetzte Reform des Föderalismus hat die meisten Bildungspolitiker ratlos zurückgelassen. Sie praktizieren Zentralismus weiterhin im eigenen Land und über die Konferenz der Kultusminister sogar bundesweit, weil sie nicht wissen, daß es zum überholten Bildungszentralismus der Länder freiheitliche Alternativen gibt. Der Bildungsgipfel der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten am 22. Oktober 2006 in Dresden droht die zentralistische Fehlentwicklung des heutigen Bildungsföderalismus fortzusetzen. Auf der Tagung soll Grundlagenarbeit geleistet werden. Ziel ist die Entwicklung einer eigenständigen Sozialwissenschaft der Kultur.
Samstag,
den 02. Juni 2007
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| Empfohlene Literatur | Preis/€ |
| "FRAGEN
DER
FREIHEIT", Heft 23, Aufsatz-Kopie (13 Seiten) "Der
Föderalismus und das deutsche Bildungswesen", von Eckhard Behrens
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2,50 |
| "FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 34 Theoretische Grundlagen der Bildungspolitik |
2,50
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| "FRAGEN
DER
FREIHEIT" Heft 84
Zentrale Planung oder Wettbewerb im Bildungswesen |
2,50
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| "FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 204 Schulfreiheit - jetzt! |
5,00
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| "FRAGEN
DER
FREIHEIT" Heft 209 Wettbewerb in Bildung und Wirtschaft. |
5,00 |
| "FRAGEN DER
FREIHEIT" Heft 229 Schulautonomie |
5,00
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| "FRAGEN DER
FREIHEIT" Heft 236 Zukunft von Bildung und
Kultur, frei von staatlicher Bürokratie und privatem Kommerz. |
5,00
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| "FRAGEN DER
FREIHEIT" Heft 255 Schulpolitik als Ordnungspolitik |
5,00
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| "FRAGEN DER
FREIHEIT" Heft 275 Der Föderalismus und das deutsche Bildungswesen |
5,00
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