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Schriftenreihe "Fragen der Freiheit" |
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Klimapolitik
UND internationale
Gerechtigkeit
Tagung 03. - 04. Mai 2008 Das
Klimaproblem ist heute in aller Munde. Es geht darum, die weltweite
Emission von CO² und anderen Treibhausgasen, die sich in der
Atmosphäre ansammeln und das Klimaproblem verursachen, in den
nächsten Jahrzehnten drastisch zu reduzieren und damit
möglichst bald zu beginnen. Mögen manche
Wirkungszusammenhänge noch nicht restlos aufgeklärt und das
Maß der notwendigen Reduktion der CO2-Emissionen daher noch nicht
exakt zu bestimmen sein, so ist man sich über dieses Ziel doch
weitgehend einig. Anders sieht es bei den Wegen aus, auf
denen die Reduktion der Treibgasemissionen erreicht werden soll. Soll
sich der Staat auf den Schutz des atmosphärischen
Aufnahmespeichers selbst beschränken, indem er dessen Nutzung
abgaben oder erlaubnispflichtig macht? Oder soll er der Gesellschaft
vorschreiben, wo, wie und in welchem Umfang die Treibgasemissionen im
einzelnen eingespart werden sollen, damit das gesamtgesellschaftliche
Reduktionsziel erreicht wird? Hier steht nicht nur die Effizienz der
Klimapolitik infrage, sondern auch unser Staatsverständnis! Wir
sollten uns dabei daran erinnern, dass wir die Marktwirtschaft
gegenüber der Zentralverwaltungswirtschaft nicht zuletzt deshalb
für die bessere Wirtschaftsordnung halten, weil wir dem Staat
gerade nicht zutrauen, daß er die Entscheidungen, mit denen er
sich heute auf dem von ihm eingeschlagenen Weg der Klimapolitik
belastet, zweckmäßig und sinnvoll treffen kann. Nicht nur das Verhältnis zur
Marktwirtschaft und zum Rechtsstaat wird von der Klimapolitik
berührt. Übersehen wird meist auch, dass die ökologisch
notwendige Verknappung des Ressourcenzugangs zwangsläufig ein
Verteilungsproblem schafft oder verschärft. Wenn ein Umweltgut in
Zukunft weniger als bisher genutzt werden darf, stellt sich die Frage,
wer denn dieses Umweltgut dann noch nutzen darf und unter welchen
Bedingungen. Ökologische Politik kann sich um diese
Verteilungsfrage nicht drücken, sondern muss sie offen und
für alle nachvollziehbar gerecht lösen, wenn ihr Mit der Tagung soll der Nachweis erbracht
werden, dass bei gesellschaftlichen Problemen grundsätzliches
Denken und praktikable Lösungen sich nicht ausschließen,
sondern bedingen. Gerade in der Klimapolitik zeigt sich die
Unfähigkeit grundsatzloser Praktiker, wirklich nachhaltige
Lösungen für die Probleme zu finden und zu realisieren. Samstag, den 03. Mai 2008 09.30 Öffnung des Tagungsbüros 10.00 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema 10.15 Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ökonomie - Parallelitäten
und Widersprüche
Dr. Gerd
Eisenbeiß, Energieberater der EU-Kommission-
11.15 Pause 11.45 Diskussion des Vortrags 12.30 Mittagespause 14.30 Kaffee und Gespräche im Saal 15.00 Ausflug in die Ökonomie der natürlichen Ressourcen – Folgerungen
für die Klimapolitik
Fritz Andres, Kirn 16.15 Pause 16.45 Wem gehören die Erlöse aus der Versteigerung der Umweltzertifikate?
Eckhard Behrens, Heidelberg
18.30 Abendpause 20.00 Verfassungsrechtliche Probleme klimapolitischer Abgaben
Prof. Dr. Dietrich Murswiek, Uni Freiburg/Breisgau
Sonntag, den 04. Mai 2008 09.00 Klimapolitik als Lernfeld für den Umgang mit globalen Ressourcen
Fritz Andres, Kirn
10.00 Pause 10.30 Zusammenfassendes Rundgespräch 12.00 Tagungsende Tagungsleitung: Jobst von Heynitz, München |
| Empfohlene Literatur | Preis |
| "FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 90 Bedrohte Erde - gefährdeter Mensch |
2,50 |
| "FRAGEN
DER FREIHEIT", Heft 222 Wege aus der ökologischen Krise |
¤
5,00
|
| "FRAGEN
DER FREIHEIT", Heft 232/233 Ökologische Steuerreform - Begründung, Einwände, Aussichten (Doppelheft)
|
¤
7,50
|
| "FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 242 Boden- und Ressourcenbesteuerung |
¤
5,00
|
| "FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 254 Zur Aktualität der Bodenreform |
¤
5,00
|
| „FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 258 Klimapolitik als Ordnungspolitik |
¤
5,00
|
| „FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 261 Ökologie - Ökonomie – Politik |
¤
5,00
|
| „FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 265 Nachhaltige Ressourcennutzung als Option |
¤
5,00
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