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Seminar für freiheitliche Ordnung
e.V.

Schriftenreihe "Fragen der Freiheit"
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Klimapolitik
 
UND internationale
Gerechtigkeit

Tagung

03. - 04. Mai 2008

73087 Bad Boll, Badstraße 35
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Das Klimaproblem ist heute in aller Munde. Es geht darum, die weltweite Emission von CO² und anderen Treibhausgasen, die sich in der Atmosphäre ansammeln und das Klimaproblem verursachen, in den nächsten Jahrzehnten drastisch zu reduzieren und damit möglichst bald zu beginnen. Mögen manche Wirkungszusammenhänge noch nicht restlos aufgeklärt und das Maß der notwendigen Reduktion der CO2-Emissionen daher noch nicht exakt zu bestimmen sein, so ist man sich über dieses Ziel doch weitgehend einig.

Anders sieht es bei den Wegen aus, auf denen die Reduktion der Treibgasemissionen erreicht werden soll. Soll sich der Staat auf den Schutz des atmosphärischen Aufnahmespeichers selbst beschränken, indem er dessen Nutzung abgaben oder erlaubnispflichtig macht? Oder soll er der Gesellschaft vorschreiben, wo, wie und in welchem Umfang die Treibgasemissionen im einzelnen eingespart werden sollen, damit das gesamtgesellschaftliche Reduktionsziel erreicht wird?

Hier steht nicht nur die Effizienz der Klimapolitik infrage, sondern auch unser Staatsverständnis! Wir sollten uns dabei daran erinnern, dass wir die Marktwirtschaft gegenüber der Zentralverwaltungswirtschaft nicht zuletzt deshalb für die bessere Wirtschaftsordnung halten, weil wir dem Staat gerade nicht zutrauen, daß er die Entscheidungen, mit denen er sich heute auf dem von ihm eingeschlagenen Weg der Klimapolitik belastet, zweckmäßig und sinnvoll treffen kann.

Nicht nur das Verhältnis zur Marktwirtschaft und zum Rechtsstaat wird von der Klimapolitik berührt. Übersehen wird meist auch, dass die ökologisch notwendige Verknappung des Ressourcenzugangs zwangsläufig ein Verteilungsproblem schafft oder verschärft. Wenn ein Umweltgut in Zukunft weniger als bisher genutzt werden darf, stellt sich die Frage, wer denn dieses Umweltgut dann noch nutzen darf und unter welchen Bedingungen. Ökologische Politik kann sich um diese Verteilungsfrage nicht drücken, sondern muss sie offen und für alle nachvollziehbar gerecht lösen, wenn ihr
die demokratische Akzeptanz nicht verloren gehen soll. Klimapolitik hat daher national wie international viel mit Ressourcengerechtigkeit zu tun - auch davon ist verhältnismäßig wenig die Rede.

Mit der Tagung soll der Nachweis erbracht werden, dass bei gesellschaftlichen Problemen grundsätzliches Denken und praktikable Lösungen sich nicht ausschließen, sondern bedingen. Gerade in der Klimapolitik zeigt sich die Unfähigkeit grundsatzloser Praktiker, wirklich nachhaltige Lösungen für die Probleme zu finden und zu realisieren.



Samstag, den 03. Mai 2008


09.30 Öffnung des Tagungsbüros

10.00 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema


10.15 Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Ökonomie
  - Parallelitäten und Widersprüche
    Dr. Gerd Eisenbeiß, Energieberater der EU-Kommission-

11.15 Pause

11.45 Diskussion des Vortrags

12.30 Mittagespause

14.30 Kaffee und Gespräche im Saal


15.00 Ausflug in die Ökonomie der natürlichen Ressourcen
  – Folgerungen für die Klimapolitik
     Fritz
Andres, Kirn

16.15 Pause


16.45 Wem gehören die Erlöse aus der Versteigerung der Umweltzertifikate?
     Eckhard Behrens, Heidelberg

18.30 Abendpause


20.00 Verfassungsrechtliche Probleme klimapolitischer Abgaben
      Prof. Dr. Dietrich Murswiek, Uni Freiburg/Breisgau




Sonntag, den 04. Mai 2008


09.00 Klimapolitik als Lernfeld für den Umgang mit globalen Ressourcen
      Fritz Andres, Kirn

10.00 Pause


10.30 Zusammenfassendes Rundgespräch


12.00 Tagungsende


Tagungsleitung:  Jobst von Heynitz, München




Empfohlene Literatur Preis
"FRAGEN DER FREIHEIT", Heft 90
 Bedrohte Erde - gefährdeter Mensch

2,50

"FRAGEN DER FREIHEIT", Heft 222
  Wege aus der ökologischen Krise
¤
5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT", Heft 232/233
 
Ökologische Steuerreform - Begründung, Einwände, Aussichten
(Doppelheft)
¤
7,50
"FRAGEN DER FREIHEIT", Heft 242
  Boden- und Ressourcenbesteuerung
¤
5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT", Heft 254
  Zur Aktualität der Bodenreform
¤
5,00
„FRAGEN DER FREIHEIT", Heft 258
  Klimapolitik als Ordnungspolitik
¤
5,00
„FRAGEN DER FREIHEIT", Heft 261
  Ökologie - Ökonomie – Politik
 
¤
5,00
„FRAGEN DER FREIHEIT", Heft 265
  Nachhaltige Ressourcennutzung als Option
¤
5,00

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letzte Änderung am 05.04.2008