Seminar für freiheitliche Ordnung
der Kultur, des Staates und der Wirtschaft e.V.

 Schriftenreihe "Fragen der Freiheit"
 

Marktwirtschaft 
ohne 
Kapitalismus
Tagung 

vom

02. - 03. Juli 2005

im Seminargebäude 73087 Bad Boll

Zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus wird in der politischen Diskussion unserer Tage nicht unterschieden. Man übersieht die Gegensätze zwischen beiden Elementen, die heute noch miteinander verquickt sind.

  • Die Marktwirtschaft beruht auf persönlicher Freiheit und privatem Eigentum und kontrolliert deren Gebrauch durch eine Wettbewerbs­ordnung, die wirtschaftliche Macht aus­schließt und dadurch einen ausbeutungsfreien Leistungsaustausch gewährleistet.

  • Der Kapitalismus beruht auf knappheitsbedingten Machtpositionen des Kapitals, die die Unternehmensverfassungen verfälschen und den privaten Eigentümern Einkommen ohne Arbeitsleistung (Zinsen und Dividenden) ermöglichen.


Die Befürworter der Marktwirtschaft rühmen den Markt und übersehen meist, wie sehr das kapitalistische Element längst dessen Ausgleichsfunktion untergraben hat. Die Kritiker unserer Wirtschaftsordnung sehen dagegen am Markt fast nur die vom Kapitalismus herbeigeführten Verfälschungen und verwerfen beide.

Die kapitalistischen Elemente sind in einer marktwirt­schaftlichen Ordnung überwindbar. Zentraler Ansatz­punkt hierfür ist eine Re­form des Geldwesens, die die – stets in Geld stattfindende - Nachfrage stabilisiert. Mit ihr können gute Konjunktur, Vollbeschäftigung und eine Korrektur der Macht­lage zwischen Kapital und Arbeit erreicht und längerfristig auch die Kapitalknappheit und die leistungslosen Einkommen überwunden werden.

Anders als beim Kapital ist beim Boden und den Naturschätzen die Knappheit unvermeidlich. Aus ökologischen Gründen muss sie hier sogar noch verschärft werden. Die damit entstehenden Macht- und Ausbeutungsverhältnisse können daher nicht durch Überwindung der Knappheit aufgehoben, sondern nur durch geeignete Maßnahmen der Besteuerung ökonomisch neutralisiert werden.

Die aktuelle, konfuse Debatte in Deutschland beweist die Notwendigkeit, klare Begriffe in die politische Diskussion einzuführen, die Brüche in unserer Wirtschaftsordnung aufzuzeigen und die Möglichkeit einer vom Kapitalismus befreiten Marktwirtschaft nachzu­weisen. Dies soll unsere Tagung leisten, zu der wir jeden Interessierten herzlich einladen.



Samstag, den 02. Juli 2005

09.30 Öffnung des Tagungsbüros

10.00 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema

10.15 Die unvollendete Soziale Marktwirtschaft

11.00 Pause

11.15 Eine Geldreform überwindet den Kapitalismus


12.30 Mittagspause

14.30 Kaffee und Gespräch im Saal

15.00  Arbeitsverhältnis und Unternehmensverfassung in der nachkapitalistischen Gesellschaft

16.15 Pause

16.45  Einkommens- und Vermögensverteilung in einer  kapitalistischen Gesellschaft und danach 

18.00  Abendpause

20.00 Die Überwindung des Kapitalismus verschärft die Privilegien aus Naturbesitz
 


Sonntag, den 03. Juli 2005

09.00 Kultur und Staat als begrenzende Faktoren der Wirtschaftsentwicklung: 

10.00  Pause

10.30 Hindernisse und Chancen 

für eine Befreiung der Marktwirtschaft vom Kapitalismus -
Zusammenfassendes Rundgespräch


12.00 Tagungsende
 

Referenten:
Fritz Andres, Kirn
Eckhard Behrens, Heidelberg
Jobst von Heynitz, München
Prof. Dr. Thomas Huth, Lüneburg

Fragen und Anregungen Inhalt: Fritz Andres, Tel: 06752-2427
Organisation: Suzanne Grosz, Tel: 07164 - 5497
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Empfohlene Literatur Preis/€
"FRAGEN DER FREIHEIT", 
           Heft  206 Überwindung des Kapitalismus durch Änderungen im Geldwesen
  5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT" 
  Heft  216 Geldstrom und Warenstrom
  5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT"
          Heft 226 Der Zins als Angelpunkt von Wirtschaft und Moral
  5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT"
          Heft 234 Kunjunktur durch Inflation?
5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT", 
          Heft 245 Fortschritt und Armut
5,00
"FRAGEN DER FREIHEIT", 
          Heft 250 Unternehmensverfassung

5,00
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letzte Änderung am 25.05.2005.