Seminar für freiheitliche Ordnung
der Kultur, des Staates und der Wirtschaft e.V.

 Schriftenreihe "Fragen der Freiheit"
 

Hochschulfinanzierung
 ein Hebel
für mehr Wettbewerb
Tagung 

vom

20. - 21. November 2004

im Seminargebäude 73087 Bad Boll


Im Wege des lenkenden Eingriffs kann der Staat die Qualität von Forschung und Lehre nicht verbessern, sondern nur durch die Gestaltung eines modernen Ordnungsrahmens, der die wissenschaftliche Kreativität in den Hochschulen pflegt und ständig anregt. Dazu gehören neue Formen der Finanzierung, die in den letzten Jahren schrittweise entwickelt wurden und beginnen, erste Früchte zu tragen.

Unsere Hochschulen müssen bis auf weiteres überwiegend staatlich finanziert werden. Die Parlamentarier, die gegenüber den Bürgern den Umgang mit den Steuergeldern verantworten, meinen daher vielfach immer noch, sie müßten sich das Recht auf Einzelfallentscheidungen bei der Verteilung der Mittel auf die Hochschulen, ja auf die einzelnen Studienfächer vorbehalten. Gegen diesen demokratischen Zentralismus sprechen seit langem seine bürokratischen Folgen, die die Wissenschaftler demotivieren und die Leistungsentfaltung in Forschung, Lehre und Studium hemmen. Da ein Verzicht auf die staatlichen Mittel vorerst undenkbar erscheint, soll in unserer Tagung anhand der Erfahrungen der letzten Jahre diskutiert werden, was neue Formen der Lenkung der staatlichen Mittel in die Wissenschaft leisten können. Sind Hochschulautonomie und Hochschulwettbewerb mit staatlicher Finanzierung vereinbar?

Der Ausbau der Finanzautonomie der Hochschulen hat inzwischen zu echten Globalhaushalten geführt. Diskutiert werden die Dienst- und die Bauherrenfähigkeit der Hochschulen, aber auch die Frage, ob der Wettbewerb schon genügend angeregt wird. Zu den zahlreichen Vorschlägen, die schon in manchen politischen Programmen, aber keineswegs kurz vor der politischen Umsetzung stehen, weil ihre Einzelheiten noch nicht ausdiskutiert sind, gehören zum Beispiel Bildungsgutscheine und Studienentgelte als Elemente einer Nachfragesteuerung des Hochschulangebots im Bereich der Lehre.

Mit Wolf-Eckhard Wormser, dem langjährigen Finanzdezernenten der Universität Heidelberg und jetzigen Kanzler der Universität Freiburg, steht uns ein ausgewiesener Kenner und Mitgestalter der neuesten Entwicklungen zur Verfügung.




Samstag, den 20. November 2004


10.00 Begrüßung und Vorstellung des Seminars für freiheitliche Ordnung (SffO)

10.15 Vision einer freiheitlichen Hochschullandschaft

 jenseits von staatlcher Bürokratie und privatem Kommerz

 Fritz Andres, Vorstandsmitglied des SffO


10.45 Kaffeepause

11.00 Auf dem Wege zur Finanzautonomie der Universitäten
 
- einige Erfahrungen aus den letzten Jahren


Wolf-Eckhard Wormser, Kanzler der Universität Freiburg


- Diskussion -


12.00 Mittagspause



15.00 Aktuelle Tendenzen der Entwicklung der Finazautomnomie


Wolf-Eckhard Wormser, Kanzler der Universität Freiburg


- Diskussion -


16.30 Kaffeepause


17:00  Bildungsgutscheine, aber wie?

 

Eckhard Behrens, Vorstandsmitglied des SffO


18.00 Abendessen in umiegenden Gasthäusern


20.00 Staatliche Finanzierung und Hochschulwettbewerb

- Diskussion eines Spannungsverhältnisses -


Sonntag, den 11. Juli 2004

09.00 Studienentgelte - sozialverträglich und freiheitlich gestaltber?


Eckhard Behrens, Vorstandsmitglied des SffO


10.15 Kaffeepause

10.30 Diskussion der Tagungsergebnisse und politischen Aussichten

12.00 Tagungsende


Tagungsleitung:

Fritz Andres, Kirn; Eckhard Behrens, Heidelberg;

Jobst von Heynitz, München



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letzte Änderung am 06.06.2004.