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Schriftenreihe "Fragen der Freiheit" |
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Tagung
vom
15. - 16. November 2003
im Seminargebäude
Badstraße 25
73087 Bad Boll
In früheren Zeiten wußte die mittlere Generation einer Familie, daß sie ihre Versorgung im Alter nur durch eigene Kinder sichern konnte. Mit der Versorgung ihrer Eltern dagegen stattete sie den Dank ab, den sie diesen in der Kindheit und Jugend durch die empfangene Versorgung und Pflege schuldig geworden war. Es wäre dieser Generation sicher nicht in den Sinn gekommen, aus der Versorgung ihrer Eltern einen Anspruch auf eigene Versorgung im Alter herzuleiten. Dagegen wird durch die heutige Versorgung der Alten bei der mittleren Generation die Illusion hervorgerufen, sie betreibe damit ihre eigene Alterssicherung. Damit gerät die Generation der Kinder, die allein diese mittlere Generation später einmal versorgen wird, systematisch aus dem Blickfeld. Unser sogenannter Generationenvertrag stellt eine Halbheit dar: er regelt die Altersversorgung ohne die, die sie leisten müssen. Er kennt nur Altersrenten, keine diesen korrespondierenden Kinder- und Jugendrenten. Ähnlich gravierend ist der Irrtum, wonach gesamtgesellschaftlich der Aufbau einer Altersversorgung durch Kapitalbildung möglich sein soll. Ausgerechnet dieser Weg wird auch noch für besonders solide gehalten! In der o.g. Familie weiß jeder, daß man sich von Häusern und Maschinen im Alter so wenig ernähren kann wie von erspartem Geld, wenn nicht eine nächste Generation da ist, die das Kapital nutzt und die Waren produziert, die die Alten brauchen. Beide fundamentalen Irrtümer haben ihre psychologischen Gründe: Der Unwille, sich einzugestehen, daß man seinen Eltern bzw. der älteren Generation Dank schuldet und diese Schuld durch ihre Versorgung im Alter abtragen muß, ist offenbar so groß, daß dieser objektiv vorliegende, die Generationen verbindende Zusammenhang uminterpretiert wird in eine Handlung ohne sozialen Bezug, nämlich den scheinbar autonomen Aufbau einer eigenen Altersversorgung. Und die Vorstellung, von der nächsten Generation im Alter abhängig zu sein, scheint so unerträglich zu sein, daß man sich lieber zu der schon autistisch zu nennenden Illusion versteigt, man könne sich und seine Altersversorgung durch Kapitalbildung von seinen Kindern bzw. der folgenden Generation unabhängig machen. Wir wollen eben weder Schuldner noch Gläubiger sein! Unverbindlichkeit ist unser Lebenselement! Im angekündigten Seminar sollen die elementaren ökonomischen Zusammenhänge zwischen den Generationen, wie sie sich in überschaubaren Gemeinschaften zeigen, schrittweise erarbeitet und von dort aus die komplexeren Strukturen in modernen Gesellschaften analysiert werden. Die Vorschläge der Rürup-Kommission werden einbezogen.
Samstag, den 15. November 2003 10.00 Begrüßung und Einführung in das Tagungsthema 10.15 Der gekappte Generationenvertrag – ökonomische Gleichgewichtsstörungen zwischen den Genera-tionen 11.00 Die Drei-Generationen-Familie (3GF)
12.30 Mittagessen in benachbarten Gaststätten 14.30 Der gesamt-gesellschaftliche Generationenvertrag (gGV)
15.45 Pause 16.15 Die Bedeutung der Kapitalbildung für die Alters-vorsorge
17.15 Pause 17.45 Die Höhe der Primäreinkommen und der Transfers 18.30 Abendessen in benachbarten Gaststätten 20.15 Aussprache Sonntag, den 16. November 2003 09.00 Annahmen und Empfehlungen der Rürup- Kommission 10.00 Freiheit und Zwang im Generationenvertrag 10.30 Pause 11.00 Auf- und Abbau der Schuldverhältnisse zwischen den Generationen - Abschlußdiskussion 12.00 Tagungsende Referenten: Fritz Andres, Kirn; Eckhard Behrens, Heidelberg; Jobst von Heynitz,
München ...Exp. „FRAGEN DER FREIHEIT’, Heft 247 Arbeit – Ware – Markt 5,00 ...Exp. „FRAGEN DER FREIHEIT’, Heft 248 Generationenvertrag 5,00 ...Exp. „FRAGEN DER FREIHEIT’, Heft 251 Solidarität oder Konflikt zwischen den Generationen? 5,00
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| Empfohlene Literatur | Preis |
| "FRAGEN DER FREIHEIT",
Heft 241 Strukturen verantworteter Freiheit |
€
5,00
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| "FRAGEN
DER FREIHEIT", Heft 245 Fortschritt und Armut |
€
5,00
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| "FRAGEN
DER FREIHEIT", Heft 246 Eigentum und Verfassung |
€
7,50
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| "FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 247 Arbeit - Ware - Markt |
€
5,00
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| „FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 248 Generationenvertrag |
€
5,00
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| „FRAGEN DER
FREIHEIT", Heft 251 Solidaritat oder Konflikt zwischen den Generationen |
€
5,00
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